nachdem ich jahre lang musik gehoert habe, weil sie gut klingt, faellt mir mittlerweile immer mal wieder auf, das ich musik mittlerweile in einer anderen perspektive sehe… es ist interessant, das musik, die man versteht (also eher deutsche texte, als englische) einem, wenn man es zulaesst gewissermassen einen einblick in sich selbst gibt. zwar ist es mir schon oft passiert, das ich bestimmte situationen mit bestimmten liedern in verbindung gebracht habe (zum beispiel das magic karten spiel mit dem soundtrack von mortal combat), aber das lag eher daran, das bestimmte musik zu bestimmten anlaessen immer mal wieder laeuft.
damit wird die situation unterbewusst mit der musik verbunden und sobald ein stueck oder die cd durchlaeuft, wird die situation in erinnerung gerufen.
das was ich mittlerweile erlebe ist eher ein “musik spiegelt die emotion wieder” in der ich mich befinde… durch den klang und die stimme mit der man durch das stueck “gefuehrt” wird, nimmt einem selber zwar eine gewisse interpretation, faechert aber die emotion auf und gibt einen anderen blick darauf. das macht es zu einem spiegel von einem selbst und jedes stueck spiegelt so einen gewissen teil von einem selbst wieder und dem was in einem vorgeht.
anbei mal zwei stuecke von den texten her, die mir in letzter zeit aufgefallen sind… sie sind exemplarisch und das was ich daraus verstehe ist zwar mein eindruck, aber schliesslich bin ich auch der verfasser der zeilen hier und somit ist das genehm
dieses stueck hier ist mir aufgefallen wie ein aufschrei der begierde, des verlangens nach einer frau… die art und weise wie das stueck praesentiert wird, dieser klang der stimme, der refrain der einem aufschrei des besitzwunsches gleich kommt… es hat mich ueberrascht, wie stark ein solches stueck einen ergreifen kann und mitreissen kann… es ist sehr stark und kraftvoll und ich sehe in dem stueck ein verzweifeltes verlangen…
anders verhaelt es sich mit dem stueck hier:
es ist sehr melancholisch, sehr retroperspektiv und bedauert…
es passt fuer mich gerade sehr gut, weil ich ein bischen mit einer situation zu schaffen habe, die mich recht viel kraft und geduld kostet. was fuer mich hieraus passt ist die art und weise der praesentation, eher nachdenklich und auch ein bischen traurig. es ist das bedauern um all die zeit, die man theoretisch haette, sie aber wegen kleinigkeiten vertan hat anstatt das zu tun, was einem gefallen wuerde… es geht um die ueberbrueckung von zeit… sei es durch fernseh gucken, schlafen oder einfach nur vertreiben… ein ausharren auf das was kommen mag… das nachjagen nach einem wunschtraum das durch die passivitaet von einem selbst erreicht werden soll…
das warten auf besserung oder auf erfuellung… meist ist warten die einzige moeglichkeit, aber ich bin es ehrlich gesagt ueberdruessig zu warten oder die zeit zu ueberbruecken… ich habe schon so viel zeit gewartet, hab gehofft das es anders wird… zudem so viel zeit verschwendet mit nichtigkeiten, einfach nur um die zeit um zu bekommen… relaxen ist da was anderes… dort kann man entspannen, aber warten um die zeit vorbei ziehen zu lassen? das ist ein verschenken eines schoenen momentes, den man theoretisch haben koennte, wenn man etwas anderes gemacht haette…
und so summiert sich die zeit auf, die man verloren hat. es tuermen sich die male, die man eine gelegenheit hat vorbei ziehen lassen, weil man zu faul oder bequem war…
ich finde es schade das ich so viele schoene momente verpasst habe…
und irgendwann ist es soweit das man die zeit so vertroedelt hat, das man seinen traum nicht einmal mehr erreichen kann…
und das finde ich schade und erschreckend… am besten ist wenn man versucht zu geniessen was man hat und sich nicht auf spaeter vertroestet… ein leben im hier und jetzt sollte das ziel sein um ausgefuellt zu leben… ein bischen warten ist ok, aber kein vertroesten auf spaeter… es kann so viel passieren, es kann sich so viel veraendern… wenn nicht in absehbarer zeit, wann denn dann?
nachdem ich jahre lang musik gehoert habe, weil sie gut klingt, faellt mir mittlerweile immer mal wieder auf, das ich musik mittlerweile in einer anderen perspektive sehe... es ist interessant, das musik, die man versteht (also eher deutsche texte, als englische) einem, wenn man es zulaesst gewissermassen einen einblick in sich selbst gibt. zwar ...