spielereien mit dem feuer…

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Sep 5th, 2006
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nachdem ich jetzt schon etwas laenger mit den “ungefaehrlichen” pois geuebt habe, habe ich mein sortiment um ein paar feuerpois erweitert…

ich habe fuer die (feuer) poi bilder ein extra album in der galerie eingerichtet, wo ich dann und wann mal neue bilder einfuege…
je nachdem was sich so ergibt…
[album:27,5:c]
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zudem habe ich die bilder von den rheinanlagen ebenfalls online gestellt. dank an scotty blue fuer das bilder machen…
[album:26,4:c]

die filmschnipsel habe ich zusammengeschnitten und der film ist hier zu finden:

high quality 238 mb quicktime
low quality 28 mb quicktime

ikarus… ein bischen anders…

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Aug 28th, 2006
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ich nehme mal an das jeder die geschichte von ikarus kennt…
der sohn von daedalus der zu nah an die sonne geflogen ist, weil er hoeher fliegen wollte als sein vater und schliesslich wegen dem hochmut abgestuerzt ist, weil die sonne den wachs verfluessigt hat, der die federn seiner fluegel festhielt…

meine geschichte ist ein wenig vergleichbar, wenn auch nicht von dem hochmut gepraegt…
ich habe einige zeit gebraucht um die worte zu finden, die sich schliesslich hier befinden um gelesen zu werden.

ich habe vor kurzem eine frau kennen gelernt, die mir gefuehle gezeigt hat, die ich noch nie zuvor gespuert habe. ich war vollkommen ueberfahren und ueberfordert von der intensitaet dieser gefuehle und konnte nicht anders, als mich einfach auf dieser welle von eindruecken treiben zu lassen. es war ein wirklich schoenes gefuehl und eine eben solche zeit.
hier kommt der gute ikarus ins spiel… im uebertragenen sinne habe ich die gewalt der gefuehle genutzt um zu fliegen. ich habe einen steilflug in ungeahnte hoehen unternommen und mich einfach hingegeben.
ich hatte ein ziel vor augen, das war das zusammen sein mit ihr, trotz einiger dinge die noch in relativ ferner zukunft anlagen, die mich aber nicht geschreckt haben, da ich wusste das ich fuer sie durchstehen konnte…

das problem an der sache war, das es nur ein steilflug meinerseits war, sie ist teilweise mit mir geflogen, hat sich bei mir eingehakt, aber schliesslich habe ich sie ueberholt…
ich hatte gehofft, das sie mich wieder einholt, aber das war leider nicht der fall… es lag nicht an dem “nicht wollen” sondern eher an dem “nicht koennen”… eine sache aus der vergangenheit kam wieder hoch und so stand sie vor der wahl…
diese wahl wurde nach dem herzen entschieden und da habe ich leider den kuerzeren gezogen und verbrannte mir die fluegel und schmierte gnadenlos ab…
derzeit befinde ich mich noch im fall, ist zwar kein freier fall mehr der ein zerschmettern auf der erde zur folge haette, sondern eher ein sanfter sinkflug. ich glaube ich habe, im gegensatz zu ikarus, einen fallschirm mit an bord gehabt…
zum glueck moechte ich hinzufuegen…

ich hoffe das es mir in absehbarer zeit wieder vergoennt ist zu fliegen… es ist ein schoenes gefuehl und wenn man es zusammen macht, dann ist es auch nicht so gefaehrlich… aber ich bin mir ziemlich sicher das ich die naechste zeit erstmal zu fuss gehen werde… gezwungenermassen, aber nunja…

in diesem sinne… ich verkruemel mich mal wieder in die bastelstube und bau wieder ein paar fluegel… diesmal wickel ich die federn mit draht ein… ich hoffe mal das die fluegel dadurch nicht zu schwer zum fliegen werden… und den fallschirm mach ich auch mal wieder bereit…

warte mal…

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Aug 27th, 2006
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warte mal…

die aufforderung das was man lieber machen wuerde sein zu lassen, und auszuharren…
mag gut sein das ich des wartens muede bin durch meine zeit bei der bundeswehr, aber ich merke immer wieder wie sehr mich das warten annervt… warten verdammt einen dazu geduld zu zeigen und so dann sich mit was anderem zu beschaeftigen…
schoenstes beispiel was jeder wahrscheinlich kennt ist das warten auf weihnachten… die geschenke die locken, die neugier, die freude auf das beisammen sein, auf das leckere essen etc… und es wird auch jeder versucht haben herauszufinden, was es zu weihnachten an geschenken gibt… die umhuellung mit geschenkpapier ist dann ein lieb gemeintes hinderniss, was durch die ungeduld oder auf freude in fetzen aufgeht, egal wie kunstvoll es gestaltet ist…

bloss was macht man wartet? man versucht die zeit zu ueberbruecken… mehr oder weniger sinnvoll… es wird gelesen, es wird fernseh geschaut, es wird geschlafen…
all das nur um die zeit tot zu schlagen die zwischen dem jetzt und der freude in der zukunft liegt. und wenn dann sich das, worauf man wartet immer weiter in die zukunft verlagert, der termin ungewiss ist, oder es ueberhaupt nicht statt findet…
was ist dann? dann ist man enttaeuscht, niedergeschlagen und trauert der zeit nach, die man mit mehr oder weniger sinnlosen dingen verbracht hat…

aber irgendwie werde ich das gefuehl nicht los, das warten zu dem menschsein gehoert… die freude auf ein ereignis in der zukunft, die unbaendige gier und der wunsch es zu haben…

das einzige was bleibt ist dafuer zu sorgen, das man nicht permanent wartet sondern versucht die zeit des wartens mit etwas anderem zu fuellen… mit etwas wo man spass dran hat, oder was sinnvoll ist… das macht die zeit des wartens ein bischen kuerzer, man weiss ja das die zeit garnicht vergeht, wenn man permanent auf die uhr starrt, und sorgt auch dafuer das diese zeit einen gewissen anreiz hatte… sich permanent nur auf die zukunft zu freuen reisst einem den boden der gegenwart unter den fuessen weg…

schoenes beispiel dafuer ist, wenn man darauf wartet, das der partner wieder bei einem ist und man nur irgendwie versucht die zeit bis zu seiner ankunft zu vertreiben… sei es durch arbeiten, fernseh gucken, putzorgien oder andere sachen… aber wenn man ehrlich ist, sind das nur dinge die einen beschaeftigen… spass machen tun sie selten… und so verliert man einen gewissen teil an der freude die das leben bieten kann… man sollte sich auch mal in den arsch treten und ausgehen… sich mit freunden treffen, sich mal was gutes goennen… auch wenn es eventuell an einem nagt, weil man sich dabei ertappt, wie man darueber trauert, das der partner in diesem moment nicht bei einem ist und weil es ihm auch gut gefallen haette…
bei mir hat das dazu gefuehrt, das die woche nur aus arbeit bestand und am wochenende habe ich versucht alles auf einmal zu machen… ging bloss nicht, weil die woche mich einfach nur zermuerbt hat und ich muede vom nichtstun war…
klingt komisch, aber es gibt wirklich nur eine fiese muedigkeit… die muedigkeit des nichtstuns…

in diesem sinne… ich wuerde sagen das der schluss mit dem ausspruch “carpe diem” beziehungsweise “carpe noctem” gut abgeschlossen werden kann…
die zukunft kommt, egal was man macht, aber in die vergangenheit kann man nicht mehr zurueck um etwas nachzuholen… jeden tag nen bischen was fuer sich selber und die zufriedenheit kommt dann fast wie von selbst :) zumindest mehr als durch das schauen von dauerwerbesendungen oder von irgendwelchen soaps…

ein wandel in dem verstaendnis von musik..

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Aug 23rd, 2006
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nachdem ich jahre lang musik gehoert habe, weil sie gut klingt, faellt mir mittlerweile immer mal wieder auf, das ich musik mittlerweile in einer anderen perspektive sehe… es ist interessant, das musik, die man versteht (also eher deutsche texte, als englische) einem, wenn man es zulaesst gewissermassen einen einblick in sich selbst gibt. zwar ist es mir schon oft passiert, das ich bestimmte situationen mit bestimmten liedern in verbindung gebracht habe (zum beispiel das magic karten spiel mit dem soundtrack von mortal combat), aber das lag eher daran, das bestimmte musik zu bestimmten anlaessen immer mal wieder laeuft.
damit wird die situation unterbewusst mit der musik verbunden und sobald ein stueck oder die cd durchlaeuft, wird die situation in erinnerung gerufen.

das was ich mittlerweile erlebe ist eher ein “musik spiegelt die emotion wieder” in der ich mich befinde… durch den klang und die stimme mit der man durch das stueck “gefuehrt” wird, nimmt einem selber zwar eine gewisse interpretation, faechert aber die emotion auf und gibt einen anderen blick darauf. das macht es zu einem spiegel von einem selbst und jedes stueck spiegelt so einen gewissen teil von einem selbst wieder und dem was in einem vorgeht.
anbei mal zwei stuecke von den texten her, die mir in letzter zeit aufgefallen sind… sie sind exemplarisch und das was ich daraus verstehe ist zwar mein eindruck, aber schliesslich bin ich auch der verfasser der zeilen hier und somit ist das genehm :)


dieses stueck hier ist mir aufgefallen wie ein aufschrei der begierde, des verlangens nach einer frau… die art und weise wie das stueck praesentiert wird, dieser klang der stimme, der refrain der einem aufschrei des besitzwunsches gleich kommt… es hat mich ueberrascht, wie stark ein solches stueck einen ergreifen kann und mitreissen kann… es ist sehr stark und kraftvoll und ich sehe in dem stueck ein verzweifeltes verlangen…

anders verhaelt es sich mit dem stueck hier:

es ist sehr melancholisch, sehr retroperspektiv und bedauert…
es passt fuer mich gerade sehr gut, weil ich ein bischen mit einer situation zu schaffen habe, die mich recht viel kraft und geduld kostet. was fuer mich hieraus passt ist die art und weise der praesentation, eher nachdenklich und auch ein bischen traurig. es ist das bedauern um all die zeit, die man theoretisch haette, sie aber wegen kleinigkeiten vertan hat anstatt das zu tun, was einem gefallen wuerde… es geht um die ueberbrueckung von zeit… sei es durch fernseh gucken, schlafen oder einfach nur vertreiben… ein ausharren auf das was kommen mag… das nachjagen nach einem wunschtraum das durch die passivitaet von einem selbst erreicht werden soll…
das warten auf besserung oder auf erfuellung… meist ist warten die einzige moeglichkeit, aber ich bin es ehrlich gesagt ueberdruessig zu warten oder die zeit zu ueberbruecken… ich habe schon so viel zeit gewartet, hab gehofft das es anders wird… zudem so viel zeit verschwendet mit nichtigkeiten, einfach nur um die zeit um zu bekommen… relaxen ist da was anderes… dort kann man entspannen, aber warten um die zeit vorbei ziehen zu lassen? das ist ein verschenken eines schoenen momentes, den man theoretisch haben koennte, wenn man etwas anderes gemacht haette…
und so summiert sich die zeit auf, die man verloren hat. es tuermen sich die male, die man eine gelegenheit hat vorbei ziehen lassen, weil man zu faul oder bequem war…
ich finde es schade das ich so viele schoene momente verpasst habe…

und irgendwann ist es soweit das man die zeit so vertroedelt hat, das man seinen traum nicht einmal mehr erreichen kann…

und das finde ich schade und erschreckend… am besten ist wenn man versucht zu geniessen was man hat und sich nicht auf spaeter vertroestet… ein leben im hier und jetzt sollte das ziel sein um ausgefuellt zu leben… ein bischen warten ist ok, aber kein vertroesten auf spaeter… es kann so viel passieren, es kann sich so viel veraendern… wenn nicht in absehbarer zeit, wann denn dann?

zuhause…

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Jul 31st, 2006
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ich habe einen entscheidenden schritt gemacht…
ich bin endlich zuhause angekommen…

hierzu muss ich erlaeutern, das ich zuhause und zuhause trenne…
es gibt das zuhause, bei der familie, bei den eltern, den geschwistern, der verwandschaft. das zuhause welches einem in die wiege gelegt wird…

das zuhause welches ich nun gefunden habe ist “mein” zuhause…
ich bin in einer gegend gelandet, in der ich mich wohlfuehle. ich habe meine wohnung, in der ich mich wohlfuehle, ich habe leute kennen gelernt die ich schaetzen/ lieben gelernt habe…
ich fuehl mich wohl. ich bin nicht mehr alleine und es geht mir gut.

das ist ein tolles gefuehl…

zur erlaeuterung…
mein werdegang war ja recht gepraegt von spontanen ortswechseln… erst die zeit bei der bundeswehr, dann die zeit des studiums, dann die zeit der ausbildung/ weiterbildung…
es waren meist bekanntschaften, die sich anhand des umfeldes ergeben haben. also arbeitskollegen, kommulitionen und andere “leidensgenossen” :)
nun habe ich eine feste arbeit dir mir spass macht und ich habe, unter anderem aufgrund der mentalitaet der menschen hier, anschluss gefunden. ich habe viele leute kennen gelernt und es entwickelte sich so manche freundschaft bis jetzt da heraus…
es ist ein schoenes gefuehl fuer mich sich mit leuten treffen zu koennen, die man nicht von der arbeit her kennt. es ist ein schoenes gefuehl zu wissen, das man mal so spontan was machen kann, jemanden besuchen oder einladen…

das tut unwahrscheinlich gut und ist mit geld nicht aufzuwiegen…

diese vielen kleinigkeiten… die montagtreffen am rhein… diverse andere kleineren, oder auch unerwartet grossen, treffen mit bekannten gesichtern und wieder ein paar leuten mehr…
ich fuer mich stelle fest, das es mir missfaellt alleine zu sein.. ich bin gerne allein, keine frage, habe auch phasen wo mich alle mal ne runde koennen, aber schlussendlich finde ich das gerade sowas das leben lebenswert macht.
die interaktion mit andern menschen, die herausforderung sich mit ihnen zu befassen, das schoene gefuehl jemanden zu kennen und ihm vielleicht geben zu koennen was er braucht und im gegenzug auch zu bekommen, was einem selber fehlt…

danke an alle die es betrifft… tausend dank!

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